Waldkauz
Strix alucoEin lautloser Nachtjäger mit dunklen Augen: Der Waldkauz braucht höhlenreiche alte Bäume, jagt aber auch in Parks und Gärten.
Waldkauz hören
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Waldkauz verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Runder Kopf, keine Federohren
Waldkäuze haben einen großen runden Kopf, dunkle Augen und keine Federohren. Ihr Gefieder variiert von grauen bis zu braunen Farbtönen und tarnt sie tagsüber hervorragend an Baumstämmen. Der bekannte lang gezogene Revierruf ist vor allem in Balz- und Revierzeiten zu hören; daneben verwenden die Tiere verschiedene Kontakt- und Warnrufe.
Warum Eulen so leise fliegen
Weiche, samtartige Federoberflächen und besondere Strukturen an den Flügelkanten vermindern Geräusche beim Flügelschlag. So kann der Waldkauz Beute anfliegen, ohne früh entdeckt zu werden – und gleichzeitig selbst leise Geräusche am Boden besser hören. Sein sehr gutes Gehör und die nach vorn gerichteten Augen ergänzen sich bei der nächtlichen Jagd.
Mäuse sind wichtig, aber nicht alles
Kleine Säugetiere bilden häufig einen großen Teil der Nahrung. Waldkäuze erbeuten je nach Angebot aber auch Vögel, Amphibien, Fische, Käfer oder Regenwürmer. Aus Gewöllen – ausgewürgten Ballen aus unverdaulichen Haaren, Federn und Knochen – lässt sich der Speiseplan wissenschaftlich untersuchen. Gewölle sind deshalb kleine Datenarchive, sollten aber nur dort gesammelt werden, wo dadurch kein Brut- oder Ruheplatz gestört wird.
Alte Bäume schaffen Wohnraum
Waldkäuze brüten bevorzugt in größeren Baumhöhlen und nutzen auch geeignete Nischen oder Nistkästen. In Parks, Alleen und alten Wäldern ist deshalb nicht nur die Zahl der Bäume wichtig, sondern ihr Alter und ihre Struktur. Während der Brutzeit verteidigen Eltern den Bereich um ihre Jungen. Abstand ist dann auch aus Sicherheitsgründen sinnvoll.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
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