Waldeidechse
Zootoca viviparaEine kleine Echse für kühle Regionen: Die Waldeidechse lebt an Waldrändern, in Mooren und sogar weit im Norden – unter anderem dank einer besonderen Fortpflanzungsweise.
Waldeidechse hören
RSS wird geladen …
Waldeidechse verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Klein, braun und hervorragend getarnt
Die Waldeidechse ist die kleinste heimische Eidechsenart. Ein großer Teil ihrer Gesamtlänge entfällt auf den Schwanz. Die unauffällige braune bis graubraune Zeichnung passt gut zu Laub, Gras und Totholz. Männchen und Weibchen unterscheiden sich unter anderem an der Bauchfärbung und an Körperproportionen.
Eine Echse für kühle Landschaften
Im Vergleich zu anderen Eidechsen kommt Zootoca vivipara gut mit kühleren und feuchteren Bedingungen zurecht. Sie lebt an Waldrändern und Lichtungen, in Mooren und Heiden sowie in Gebirgsregionen. Keine andere landlebende Reptilienart dringt so weit nach Norden vor. Trotzdem braucht sie Sonnenplätze: Reptilien erzeugen ihre Körperwärme nicht unabhängig von der Umgebung und nutzen gezielt warme Mikrostandorte.
Warum „vivipara“ im Namen steht
In Deutschland werden die Eier normalerweise im Körper des Weibchens so weit entwickelt, dass die Jungtiere während oder unmittelbar nach der Ablage dünnhäutiger Eihüllen schlüpfen. Diese Ovoviviparie erlaubt dem Weibchen, die sich entwickelnden Embryonen durch Ortswechsel immer wieder in günstige Temperaturbereiche mitzunehmen. Interessanterweise existieren in Teilen Europas auch Populationen, die echte Eier legen – ein wichtiger Gegenstand der Evolutionsforschung.
Sonne, Deckung und Fluchtwege
Waldeidechsen fressen kleine Insekten und Spinnen. Gleichzeitig sind sie selbst Beute vieler Vögel und Säugetiere. Deshalb liegen Sonnenplätze oft direkt neben dichter Vegetation, Totholz oder anderen Fluchtmöglichkeiten. Bei Gefahr können Waldeidechsen den Schwanz abwerfen. Für Beobachter gilt: langsam aus der Distanz schauen und nie versuchen, eine Eidechse festzuhalten.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
Hören und mitlesen
Weiterforschen
Schau mir beim Forschen über die Schulter
Draußen weiterforschen
Naturmission noch nicht verfügbar.
Vom Tierwissen nach draußen
Die Naturmission übersetzt das Thema in eine konkrete Beobachtungs- oder Forschungsaufgabe. Sie ist für Familien, Schule, Hort und Naturgruppen direkt einsetzbar.





