Mauersegler
Apus apusFast immer in der Luft: Mauersegler jagen, trinken und schlafen fliegend – nur zum Brüten brauchen sie einen festen Ort.
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Mauersegler verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Kein Schwalbenverwandter
Mauersegler werden wegen ihrer Silhouette oft mit Schwalben verwechselt, gehören aber zu einer anderen Vogelordnung. Lange, sichelförmige Flügel, ein kurzer gegabelter Schwanz und schrille „sriiih“-Rufe sind typische Hinweise. Ihre Füße sind zum Festhalten an senkrechten Flächen geeignet, nicht zum längeren Laufen auf dem Boden.
Ein Leben im Luftraum
Außerhalb der Fortpflanzungszeit verbringen Mauersegler viele Monate nahezu ununterbrochen fliegend. Sie fangen kleine Insekten und Spinnen in der Luft, trinken im Gleitflug von Wasseroberflächen und können sogar im Flug schlafen. Wetter und Insektenangebot bestimmen, in welcher Höhe sie jagen – bei ungünstiger Witterung können sie weite Strecken zu besseren Nahrungsgebieten ausweichen.
Gebäude sind Felsen geworden
Ursprünglich brüteten Mauersegler in Felsen und Baumhöhlen. Heute nutzen viele Populationen Nischen unter Dächern, hinter Fassaden oder an hohen Gebäuden. Die Tiere sind standorttreu und kehren wiederholt zu geeigneten Brutplätzen zurück. Energetische Sanierungen können solche Spalten unbemerkt verschließen; gleichzeitig lassen sich Ersatznistplätze gezielt in Gebäude integrieren.
Forschen mit Blick nach oben
Mauersegler lassen sich am besten in der Luft beobachten. Interessant sind Flugrichtung, Flughöhe, Rufgruppen und schnelle Anflüge an Gebäude. Wer einen Einflug entdeckt, hält Abstand und meldet den Nistplatz gegebenenfalls lokalen Schutzprojekten. Einen am Boden gefundenen Mauersegler sollte man nicht einfach hochwerfen – geschwächte oder verletzte Tiere brauchen fachkundige Hilfe.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
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