Kammmolch
Triturus cristatusEin „Wasserdrache“ auf Zeit: Kammmolche verbringen viele Monate im Gewässer, brauchen aber zugleich strukturreiche Landlebensräume direkt daneben.
Kammmolch hören
RSS wird geladen …
Kammmolch verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Der Kamm gehört zur Hochzeitstracht
Kammmolche sind die größten heimischen Molche. Zur Fortpflanzungszeit tragen Männchen einen hohen, gezackten Rückenkamm und auffällige silbrige Zeichnungen am Schwanz. An Land wirken dieselben Tiere viel unscheinbarer. Diese jahreszeitliche Veränderung zeigt, wie sehr Amphibien zwischen zwei Lebenswelten wechseln.
Ein Gewässer allein reicht nicht
Geeignete Laichgewässer sind meist besonnt, strukturreich und reich an Unterwasserpflanzen. Räuberische Fische können Eier und Larven stark beeinträchtigen, weshalb fischfreie Gewässer besonders wertvoll sind. Gleichzeitig braucht der Kammmolch in unmittelbarer Umgebung gute Landlebensräume: feuchte Wiesen, Brachen oder lichte Wälder mit Holz, Steinen, Wurzeln und anderen Verstecken.
Viele Monate im Wasser
Im Vergleich zu anderen heimischen Molchen bleibt der Kammmolch lange im Gewässer. Bei passender Witterung beginnt die Einwanderung bereits im Februar; einzelne Tiere können bis in den Sommer hinein dort bleiben. Die Weibchen befestigen ihre Eier einzeln an Wasserpflanzen und falten Blätter darum. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die zunächst im Wasser leben und Kiemen tragen.
Schutz beginnt mit Abstand
Triturus cristatus ist nach der europäischen FFH-Richtlinie besonders streng geschützt und wird in Deutschland als gefährdet geführt. Für Kinderforschung bedeutet das: nicht keschern, nicht herausnehmen und keine Laichplätze betreten. Beobachtungen von Ufervegetation, Wasserpflanzen und möglichen Verstecken an Land liefern schon viele Hinweise darauf, ob ein Lebensraum für Kammmolche geeignet sein könnte.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
Hören und mitlesen
Weiterforschen
Schau mir beim Forschen über die Schulter
Draußen weiterforschen
Naturmission noch nicht verfügbar.
Vom Tierwissen nach draußen
Die Naturmission übersetzt das Thema in eine konkrete Beobachtungs- oder Forschungsaufgabe. Sie ist für Familien, Schule, Hort und Naturgruppen direkt einsetzbar.





