Igel
Erinaceus europaeusDer Braunbrustigel braucht keine aufgeräumten Gärten, sondern Nahrung, Durchgänge und sichere Verstecke für Tag und Winter.
Igel hören
RSS wird geladen …
Igel verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Stacheln sind Haare mit Spezialauftrag
Die Stacheln des Braunbrustigels sind umgebildete Haare. Bei Gefahr kann er seinen Körper mithilfe einer starken Ringmuskulatur einrollen, sodass die empfindliche Unterseite geschützt ist. Die bewegliche, spitze Schnauze ist dagegen ein wichtiges Werkzeug für die Nahrungssuche. Igel verlassen sich stark auf Geruch und Gehör.
Nachts unterwegs
Igel werden nach Einbruch der Dunkelheit aktiv und können auf der Nahrungssuche beträchtliche Strecken zurücklegen. Sie fressen vor allem bodenlebende Wirbellose – beispielsweise Regenwürmer, Käfer, Ohrwürmer oder Raupen. Obst und Milch gehören nicht zu einer artgerechten „Igelernährung“; Milch kann Verdauungsprobleme verursachen. Entscheidend ist ein Lebensraum, in dem natürliche Beutetiere vorkommen.
Warum Städte heute wichtig sind
In ausgeräumten Agrarlandschaften fehlen vielerorts Hecken, Säume und vielfältige Strukturen. Dadurch finden Igel inzwischen häufig in Siedlungen bessere Bedingungen. Naturnahe Gärten können Nahrung, Deckung und Winterquartiere bieten – vorausgesetzt, Zäune lassen Durchgänge, Laub und Zweige dürfen liegen bleiben und Gefahren wie offene Schächte, steile Teiche oder nächtliche Mähroboter werden entschärft.
Winterschlaf braucht ein gutes Nest
Im Herbst bauen Igel gut isolierte Nester aus Laub und anderem Pflanzenmaterial. Während des Winterschlafs werden Stoffwechsel und Körperfunktionen stark abgesenkt. Ein scheinbar „unordentlicher“ Laubhaufen kann deshalb ein hochfunktionaler Winterraum sein. Wer ihn im Winter umsetzt oder öffnet, zerstört möglicherweise genau die Isolation, die das Tier benötigt.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
Hören und mitlesen
Weiterforschen
Schau mir beim Forschen über die Schulter
Draußen weiterforschen
Naturmission noch nicht verfügbar.
Vom Tierwissen nach draußen
Die Naturmission übersetzt das Thema in eine konkrete Beobachtungs- oder Forschungsaufgabe. Sie ist für Familien, Schule, Hort und Naturgruppen direkt einsetzbar.





