Haselmaus
Muscardinus avellanariusEin winziger Bilch mit goldbraunem Fell klettert durch dichtes Gebüsch. Die Haselmaus lebt meist verborgen – ihre Spuren sind oft leichter zu entdecken als sie selbst.
Staffel 3 · Folge 27 · Veröffentlichung:
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Haselmaus verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Eine kleine Verwandte des Siebenschläfers
Trotz ihres Namens gehört die Haselmaus zu den Bilchen und ist mit dem Siebenschläfer verwandt. Große dunkle Augen passen zu ihrem Leben in der Nacht. Ihr dicht behaarter Schwanz hilft beim Balancieren. Sie klettert geschickt auf dünnen Zweigen und verbringt viel Zeit in der Strauchschicht statt auf dem Boden.
Eine Hecke als Vorratskammer
Im Jahreslauf wechselt das Nahrungsangebot: Blüten, Knospen, Beeren, Samen und gelegentlich Insekten gehören dazu. Im Herbst helfen energiereiche Früchte und Nüsse beim Aufbau von Fettreserven. Haselmäuse sind nicht ausschließlich auf Haselnüsse angewiesen. Sie brauchen eine vielfältige, zusammenhängende Strauchschicht, die über längere Zeit Nahrung und geschützte Wege bietet.
Kugelnester und Winterruhe
Aus Gräsern und Blättern baut die Haselmaus rundliche Nester zwischen Zweigen oder in anderen geschützten Hohlräumen. Dort ruht sie tagsüber. Im Winter hält sie über mehrere Monate Winterschlaf; Atmung, Herzschlag und Körpertemperatur werden dabei stark abgesenkt. Die genaue Dauer hängt unter anderem von Witterung und Standort ab. Nester dürfen zur Beobachtung nicht geöffnet oder versetzt werden.
Spuren lesen, ohne zu stören
An Haselnüssen können feine Nagespuren Hinweise liefern: Typisch ist ein rundes Loch mit Zahnspuren entlang seines Randes. Andere Nagetiere öffnen Nüsse ebenfalls; vergleiche deshalb mehrere Merkmale statt nur die Lochform. Fotografiere gefundene Schalen und belasse Nester und lebende Tiere am Ort. Artenreiche Hecken und Verbindungen zwischen Gehölzen helfen diesem selten zu sehenden Klettertier.
Weiterlesen & Quellen
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