Hainschwebfliege
Episyrphus balteatusSie sieht wehrhaft aus, ist aber harmlos: Die Hainschwebfliege verbindet Bestäubung, Blattlausjagd und erstaunliche Wanderungen.
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Hainschwebfliege verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Eine Fliege im Wespenkostüm
Die gelb-schwarze Zeichnung erinnert an Wespen und kann Fressfeinde abschrecken. Die Hainschwebfliege besitzt aber keinen Stachel. Als echte Fliege hat sie nur ein funktionsfähiges Flügelpaar; das zweite ist zu kleinen Schwingkölbchen umgebildet. Zusammen mit ihrer Flugmuskulatur ermöglicht das präzises Schweben und schnelle Richtungswechsel.
Zwei Lebensstadien, zwei Speisepläne
Erwachsene Hainschwebfliegen besuchen Blüten und nehmen Nektar und Pollen auf. Dabei übertragen sie Pollen und gehören zu den wichtigen blütenbesuchenden Fliegen. Die Larven leben völlig anders: Sie sind räuberisch und fressen Blattläuse. Eine einzige Art erfüllt damit in verschiedenen Lebensphasen sehr unterschiedliche Rollen im Ökosystem.
Eine kleine Fernreisende
Episyrphus balteatus gehört zu den Wanderinsekten. Ein Teil der Population zieht im Herbst nach Süden, wobei auch Gebirge wie Alpen und Pyrenäen überquert werden. Im Frühjahr wandern Tiere wieder nordwärts. Andere Weibchen können als erwachsene Fliegen überwintern und an milden Wintertagen aktiv werden. Das macht die Art zu einem spannenden Beispiel für unterschiedliche Überwinterungsstrategien.
Schwebfliegen erkennt man am Verhalten
Wer eine vermeintliche „Wespe“ ruhig vor einer Blüte in der Luft stehen sieht, sollte genauer hinschauen. Schwebflug, große Fliegenaugen und nur ein sichtbares Flügelpaar sind gute Hinweise. Statt die Tiere zu fangen, kann man Blütenbesuche zählen und vergleichen: Welche Pflanzen werden angeflogen? Wie lange bleibt die Fliege? So wird aus Mimikry eine echte Forschungsfrage.
Weiterlesen & Quellen
Du möchtest mehr über dieses Tier erfahren? Hier findest du ausgewählte Lesetipps von Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen. „Für Kinder“ führt zu Kinderangeboten, „Gut verständlich“ zu anschaulichen Erklärungen und „Fachquelle“ zu vertiefendem Artwissen oder Forschung. Allgemeine Themen, PDFs und englische Texte sind beim jeweiligen Link gekennzeichnet.
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