Gartenkreuzspinne
Araneus diadematusEine Meisterin aus Seide: Die Gartenkreuzspinne baut große Radnetze und nutzt dabei verschiedene Fadentypen für ganz unterschiedliche Aufgaben.
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Gartenkreuzspinne verstehen
Nicht nur Steckbriefwissen: Hier geht es darum, wie Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenhängen.
Das Kreuz ist ein Muster aus Flecken
Die Gartenkreuzspinne gehört zu den Echten Radnetzspinnen. Auf ihrem Hinterleib bilden helle Flecken häufig eine kreuzähnliche Zeichnung – daher der Name. Größe und Färbung können stark variieren. Wie alle Spinnen besitzt sie acht Beine und keine Fühler. Die Weibchen werden deutlich größer als die Männchen.
Ein Netz ist kein einziger Faden
Das typische Radnetz besteht aus tragenden Rahmen- und Radialfäden sowie einer Fangspirale. Für die Fangbereiche produziert die Spinne klebrige und elastische Seide. Beschädigte Netze können erneuert werden; alte Seide wird dabei teilweise gefressen und das Material wiederverwertet. So wird sichtbar, dass Spinnenseide ein kostbarer körpereigener Baustoff ist.
Jagen durch Schwingungen
Gerät ein Insekt in die Fangspirale, übertragen die Fäden seine Bewegungen. Die Spinne kann so Informationen über Ort und Stärke der Erschütterung aufnehmen. Sie nähert sich über nicht klebrige Fäden, überwältigt die Beute und nutzt ihr Gift. Für Menschen ist das Gift der Gartenkreuzspinne nicht gefährlich; die kurzen Giftklauen durchdringen menschliche Haut nur selten.
Ein Netz aus der Distanz lesen
Tautropfen am Morgen machen Radnetze besonders sichtbar. Statt mit einem Stock zu prüfen, wie stabil ein Netz ist, kann man Speichen, Fangspirale, Reparaturstellen und die Sitzposition der Spinne zählen oder zeichnen. Ein einziges Netz liefert damit Stoff für Geometrie, Materialforschung und Verhaltensbiologie – ohne die Spinne anfassen zu müssen.
Weiterlesen & Quellen
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